Fragen und Antworten

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Kontaktlinsen

Wie oft und wie lange kann ich Kontaktlinsen tragen?

Wir empfehlen sowohl bei weichen, als auch bei formstabilen Kontaktlinsen eine Tragezeit zwischen 8 bis maximal 15 Stunden täglich, es sei denn, es sprechen medizinische Gründe dagegen.

Haben Sie Ihre Kontaktlinsen längere Zeit nicht getragen, dann ist es von Vorteil, die Tragezeit allmählich zu steigern.

Wie oft und warum sollte ich für eine Nachkontrolle zum Optiker oder Augenarzt?

Wenn Sie weiche Kontaktlinsen tragen, ist eine halbjährliche Linsenkontrolle beim Augenarzt oder Augenoptiker sinnvoll. Kontaktlinsenträger mit formstabilen Kontaktlinsen sollten einmal im Jahr den Kontaktlinsenspezialisten aufsuchen.

Bei der Nachkontrolle werden nicht nur die Kontaktlinsen auf Defekte und Ablagerungen überprüft, der Augenoptiker oder –arzt überprüft auch Ihre Sehstärke, kontrolliert den Sitz der Linse auf dem Auge und sieht sich Ihren vorderen Augenabschnitt an.

Was tun bei trockenen Augen?

Bei trockenen Augen fühlt sich die Kontaktlinse häufig wie ein Fremdkörper an. Verschiedene Einflüsse können dafür verantwortlich sein: Zugluft, Zigarettenqualm, verbrauchte oder schlechte Luft,…

Abhilfe bringen hier verschiedene Nachbenetzungslösungen, die Sie beim Augenoptiker oder in der Apotheke kaufen können. Versuchen Sie auch einmal bewußt mit den Augen zu blinken.

Warum ist ein korrekter Lidschlag beim Linsentragen so wichtig?

Ein korrekt durchgeführter Lidschlag kann für den Erfolg oder Nichterfolg einer Kontaktlinsen-Anpassung entscheidend sein. Bei unvollständigem Lidschlag trocknet das Auge lokal aus und die Kontaktlinse verschmutzt eher.

Die Folgen:

  • Das Auge fühlt sich trocken an
  • Es ist gerötet
  • Es beginnt zu jucken
  • Es wird schnell müde

Die Ursache hierfür ist das Oberlid, welches sich nicht bis zum vollständigen Lidschluss nach unten bewegt. Die Hornhaut und die Bindehaut Ihres Auges werden dadurch nicht gleichmäßig befeuchtet und trocknen in Folge an bestimmten Stellen aus.

Wie funktionieren Kontaktlinsen für Kurz- und Fernsichtigkeit?

Alternierende Systeme funktionieren wie ein bifokales Brillenglas. Oben ist das Fernteil, unten schauen Sie in die Nähe, so dass bei optimaler Anpassung im richtigen Moment das richtige Segment vor Ihrer Pupille ist.

Bei den simultanen Systemen sind beide Wirkungen (Ferne und Nähe) kreisförmig auf der Kontaktlinse angeordnet und werden somit gleichzeitig von Ihnen wahrgenommen. Je nachdem, auf welche Entfernung sich Ihre Augen einstellen, wird der eine oder andere Seheindruck bevorzugt.

Bei asphärischen Systemen entsteht durch eine optimierte Abbildungseigenschaft ein verbessertes Nahsehen.

Monovision ist eine weitere Möglichkeit, aber kein typisches Mehrstärkensystem. Ein Auge wird hier für die Ferne, das andere für die Nähe korrigiert.

Was sind die Unterschiede zwischen weichen und formstabilen Kontaktlinsen?

Generell ist eine Versorgung mit beiden Kontaktlinsentypen bis auf wenige Ausnahmen möglich. Welcher Kontaktlinsentyp der richtige ist, sollte von dem Verwendungszweck sowie der individuellen Beschaffenheit des Auges abhängig gemacht werden. Soll eine Kontaktlinse eine Brille ersetzen, so ist die formstabile Kontaktlinse die erste Wahl. Die anfängliche Gewöhnungszeit wird durch eine optimale Sauerstoffversorgung des Auges wett gemacht.

Kommt die Kontaktlinse nur 1–2 mal wöchentlich zum Einsatz, so wäre eine weiche Kontaktlinse die wahrscheinliche Wahl.

Ihr Kontaktlinsenspezialist berät Sie gerne bezüglich der Wahl des richtigen Kontaktlinsentyps, um Ihren individuellen Wünschen und Ansprüchen gerecht zu werden.

Warum ist eine korrekte Anpassung der Kontaktlinsen so wichtig?

Es gilt, zwei Voraussetzungen zu erfüllen: Zum einen besitzt die Hornhaut keine Blutgefässe und muss den notwendigen Sauerstoff auf direktem Wege aufnehmen, d.h. die Kontaktlinsenmaterialien müssen sauerstoffdurchlässig sein. Zum anderen ist die Hornhaut wie ein „Fingerabdruck“. Die Hornhaut muss vermessen werden, um eine passende bzw. massgeschneiderte Linsengeometrie zu finden (Schlüssel-Schloss-Prinzip). Sind diese Bedingungen nicht oder nur teilweise erfüllt, kommt es früher oder später zu Einschränkungen im Tragekomfort.

Wie werden Kontaktlinsen angepasst?

Der von uns empfohlene Ablauf der Anpassung ist folgendermaßen: beim ersten Termin sollte man zwei Stunden Zeit einplanen. In diesem Zeitraum nimmt der Augenoptiker oder Augenarzt die notwendigen Messungen vor und verschafft sich einen genauen Überblick des vorderen Augenabschnitts. Eine erste Probelinse wird berechnet und aufgesetzt.

Der frisch gebackene Linsenträger wird dann eine Stunde „nach draußen“ geschickt. Nach den ersten gemachten Erfahrungen wird eine kurze Kontrolle der Sehschärfe und des Sitzes vorgenommen. Das Auf- und Absetzen und die Erläuterungen des Pflegesystems, wie auch die genaue Beschreibung der Einteilung der ersten Tage des Linsentragens gehören natürlich auch dazu.

Nach 10 bis 14 Tagen wird eine Kontrolle nach längerer Tragezeit durchgeführt. Zum einen ist es wichtig, den Linsensitz nach längerem Tragen zu beurteilen und zum anderen werden die gemachten Erfahrungen durch den Linsenträger mitgeteilt.

Austauschlinse oder konventionelle Weichlinse?

Beide Konzepte haben ihre Berechtigung. Austauschlinsen haben begrenzte Anwendungsmöglichkeiten, da sie nur innerhalb bestimmter Größen und Stärken erhältlich sind. Ideal geeignet sind sie für sporadisches Linsentragen, für Sport und gelegentlich in der Freizeit. Die Pflege ist einfach, sollte aber dennoch gewissenhaft durchgeführt werden. Sobald der Linsenzustand nicht mehr in Ordnung ist, muss die Linse ausgetauscht werden.

Individuell gefertigte Weichlinsen sind praktisch für jedes Auge und jede Fehlsichtigkeit erhältlich. Sie erfordern etwas mehr Zeit in der Anpassung, da das „Maßschneidern“ etwas aufwendiger ist. Dafür hat man aber dann eine Linse, die in Form, Größe und Material optimal auf das Auge und den Verwendungszweck abgestimmt ist. Dadurch bietet diese Linse gerade bei verlängerter Tragezeit mehr Komfort als eine Austauschlinse, welche durch die Einheitsgröße nicht alle Bedingungen optimal erfüllt. Der Pflegeaufwand ist vergleichbar mit Austauschlinsen, mit dem einzigen Unterschied, dass die individuellen Kontaktlinsen eine regelmäßig durchgeführte Proteinreinigung benötigen. Bei täglichem Linsentragen sollte eine individuelle Weichlinse nach 8–12 Monaten ausgetauscht werden.

Was versteht man unter Austausch- oder Wegwerflinsen?

Die Wegwerflinsen oder Austauschlinsen gibt es in verschiedenen Varianten: Tageslinsen, Monatslinsen, 2-Wochen-Linsen oder auch 3-Monatslinsen, im Grunde sind sie alle gleich: ein „One-Size-Produkt“, eine Grösse, ein bis zwei verschiedene Formgebungen und ein eingeschränktes Stärkensortiment.

Diese Linsen passen immer irgendwie, die Frage ist, in welchen Punkten man einen Kompromiss schliessen muss (Tragezeit/ Tragekomfort/Sehschärfe).

Diese Linsen sind optimal für das „ab und zu“, das „hin und wieder“. Eine ideale Ergänzung zur Brille oder zu den „Alltagslinsen“. Wir empfehlen eine Tragezeit bis zu 5 Stunden. Sollte die Tragezeit ständig über 5 Stunden liegen, so sollten unbedingt halbjährliche Kontrollen durchgeführt werden.

Kann ich mit Kontaktlinsen auch nachts Auto fahren?

Sie fahren auch nachts mit Kontaktlinsen gut. Es gibt jedoch einige Punkte, die Sie bedenken sollten: Manche multifokale Kontaktlinsendesigns beeinflussen die subjektive Wahrnehmung gerade nachts beim Autofahren. So erscheinen z.B. die Rücklichter vorausfahrender Fahrzeuge mit einem Lichtsaum, was sich störend auswirkt. Fragen Sie in jedem Fall Ihren Kontaktlinsenanpasser danach, ob das auch bei Ihren Linsen der Fall sein kann.

Wenn Sie nachts Auto fahren, sollten Ihre Linsen gut gepflegt sein. Ablagerungen auf Kontaktlinsen vermindern das Sehvermögen und erhöhen die Blendungsempfindlichkeit.

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